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Sommerkomfort mit System

Mit der Wärmepumpe kühlen – passend zum Gebäude

Wärmepumpen können mehr als heizen. Ob Ihre Anlage auch kühlen kann, hängt vom Gerät, der Wärmequelle und den Flächen im Haus ab. Wir helfen, Kühlwunsch und technische Möglichkeiten zusammenzubringen.

Planung für Ihr Gebäude. Technik und Montageumfang persönlich abstimmen.

Visualisierung eines Hauses mit Wärmepumpe und sommerlichem Wohnkomfort
Planungsillustration

Das Wichtigste für Ihre Entscheidung

Kühlfunktion vorhanden heißt noch nicht: Gebäude bereit

Eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe kann aktiv kühlen. Geeignete Erd- oder Grundwassersysteme können passive Kühlung ermöglichen. In beiden Fällen müssen Regelung, Verteilung und Wärmeaufnahme im Raum dafür ausgelegt sein. Bei einer Fußbodenkühlung setzt der Taupunkt eine wichtige Grenze: Auf Boden, Leitungen und anderen Bauteilen darf keine unerwünschte Feuchtigkeit entstehen.

Aktiv kühlen

Der Verdichter ist in Betrieb. Ein geeignetes reversibles System führt Wärme aus dem Haus ab.

Passiv kühlen

Die kühlere Erd- oder Grundwasserquelle wird genutzt. Der Verdichter ruht, Pumpen und Regelung benötigen weiterhin Energie.

Flächen prüfen

Fußboden, Wand, Decke oder passende Gebläsekonvektoren haben unterschiedliche Möglichkeiten und Anforderungen.

Drei Begriffe, die Sie unterscheiden sollten

Lösung Prinzip Wichtige Grenze
Aktive Kühlung Wärmepumpe arbeitet mit Verdichter im Kühlbetrieb. Gerät, Regelung und Heiz-/Kühlflächen müssen dafür geeignet sein.
Passive Kühlung Wärme wird an eine geeignete kühlere Quelle übertragen. Verfügbarkeit und Temperatur der Quelle begrenzen die Wirkung.
Fußbodenkühlung Der Boden nimmt Wärme aus dem Raum auf. Taupunktschutz und Raumfeuchte begrenzen die Kühlleistung.

01 · Planung im Detail

Was aktive und passive Kühlung wirklich unterscheidet

Bei aktiver Kühlung wird der Kältekreislauf eines dafür vorgesehenen Geräts so betrieben, dass Wärme aus dem Gebäude abgeführt wird. Der Verdichter arbeitet dabei. Ob ein Gerät diese Funktion bietet und welches Zubehör erforderlich ist, ergibt sich aus den Unterlagen der konkreten Modellvariante. Die Möglichkeit darf nicht allein aus dem Wort Wärmepumpe oder aus dem eingesetzten Kältemittel abgeleitet werden.

Passive Kühlung wird auch als Natural Cooling bezeichnet. Sie nutzt bei geeigneter Anlagenplanung das Temperaturniveau von Erdreich oder Grundwasser, ohne den Verdichter für die Kühlung zu betreiben. Sie ist deshalb nicht stromlos: Umwälzpumpen und Regelung bleiben beteiligt. Eine gewöhnliche Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft nicht auf dieselbe Weise für passive Kühlung. Beide Verfahren brauchen eine passende hydraulische Einbindung.

Fachliche Grundlagen: Viessmann: Mit Wärmepumpe kühlen ↗

02 · Planung im Detail

Was eine Fußbodenkühlung leisten kann – und was nicht

Eine gekühlte Bodenfläche nimmt Wärme aus dem Raum auf. Die Wirkung hängt von nutzbarer Fläche, Bodenaufbau, Belag, Raumtemperatur und zulässigen Betriebsbedingungen ab. Sie eignet sich als Teil eines abgestimmten Sommerkonzepts. Eine pauschale Zusage, dass jeder Raum um eine bestimmte Gradzahl abkühlt, wäre ohne Berechnung und Kenntnis des Gebäudes nicht belastbar.

Die Fußbodenkühlung reagiert anders als ein Luftsystem und entzieht der Raumluft keine gezielt abgeführte Feuchtigkeit. Große südseitige Fenster, innere Wärmelasten oder ein stark aufgeheiztes Dachgeschoss können die Erwartungen verändern. Außenliegender Sonnenschutz und ein passendes Lüftungsverhalten bleiben wichtig. Für Räume mit hoher Kühllast, schnellen Lastwechseln oder gewünschter Entfeuchtung kann eine andere oder ergänzende Lösung sinnvoll sein.

Fachliche Grundlagen: Stiebel Eltron: Kühlen mit Wärmepumpe ↗

03 · Planung im Detail

Taupunkt und Raumfeuchte gehören in die Regelung

Der Taupunkt beschreibt die Temperatur, bei der sich unter den jeweiligen Luftbedingungen Kondensat bilden kann. Er ändert sich mit Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Deshalb ist ein fixer Kühl-Sollwert ohne Betrachtung der Raumfeuchte keine ausreichende Sicherheitsstrategie. Das System muss verhindern, dass kritische Oberflächen unzulässig kalt werden. Je nach Anlagenkonzept gehören geeignete Sensoren, Überwachung und eine entsprechende Begrenzung zur Regelung.

Nicht nur der sichtbare Boden ist zu prüfen. Verteiler, Anschlüsse und kältere Leitungsabschnitte können ebenfalls von Kondensation betroffen sein. Die Ausführung und gegebenenfalls erforderliche Dämmung müssen zum Kühlbetrieb passen. Wir empfehlen keine manuelle Absenkung bestehender Einstellungen als Selbstversuch. Zuerst wird geklärt, ob die Anlage, die Flächen und die Regelung für diese Betriebsweise vorgesehen sind.

Fachliche Grundlagen: Viessmann: Mit Wärmepumpe kühlen ↗ Stiebel Eltron: Kühlen mit Wärmepumpe ↗

04 · Planung im Detail

Fußboden, Decke oder Gebläsekonvektor: die passende Wärmeaufnahme

Wärme kann über verschiedene geeignete Übergabesysteme aus einem Raum aufgenommen werden. Neben Fußböden kommen je nach Planung beispielsweise Wand- oder Deckenflächen und Gebläsekonvektoren infrage. Die Systeme unterscheiden sich in Reaktionsverhalten, Platzbedarf, Luftbewegung und möglicher Feuchteabfuhr. Ein Bauteil, das beim Heizen funktioniert, ist nicht deshalb automatisch zum Kühlen geeignet.

Bei Gebläsekonvektoren kann eine dafür ausgelegte Anlage auch unter Bedingungen arbeiten, bei denen Kondensat entsteht. Dieses muss kontrolliert aufgefangen und abgeführt werden. Für eine bestehende Wohnung kann eine separate Klimaanlage eine andere sinnvolle Lösung sein. Wir vergleichen den Aufwand für Leitungen, Kondensat, Schall und Einbauorte mit dem tatsächlichen Komfortziel, statt eine bestimmte Technik pauschal für jedes Gebäude vorzusehen.

Fachliche Grundlagen: Viessmann: Mit Wärmepumpe kühlen ↗ Vaillant aroVAIR: Heizen und Kühlen mit Gebläsekonvektoren ↗

05 · Planung im Detail

So lässt sich eine bestehende Wärmepumpe prüfen

Halten Sie zunächst Hersteller, vollständige Modellbezeichnung und vorhandene Anlagenunterlagen bereit. Hilfreich sind ein Hydraulikschema sowie Angaben zu Fußbodenheizung, anderen Heizflächen und Regelung. Danach wird geprüft, ob der Hersteller für genau diese Ausführung Kühlbetrieb vorsieht, welche Komponenten vorhanden sind und welche ergänzt oder anders eingebunden werden müssten.

Zur Planung gehört auch der Nutzungswunsch: Soll das Haus weniger aufheizen, ein Schlafzimmer gezielt gekühlt oder ein Büro mit viel Technik versorgt werden? Nennen Sie betroffene Räume, Fensterflächen, Sonnenschutz und bisherige Sommerprobleme. Daraus ergibt sich, welche Kühlleistung gebraucht wird und ob eine Flächenkühlung zum Ziel passt. Erst danach ist ein belastbarer Vergleich von Aufwand und Nutzen möglich.

Von der Frage zur passenden Lösung

So gehen wir Ihr Vorhaben an.

  1. Komfortziel klären

    Wir unterscheiden zwischen sommerlicher Temperierung, gezielter Raumkühlung und dem Wunsch nach Entfeuchtung.

  2. Technik prüfen

    Gerätefreigabe, Wärmequelle, Übergabesysteme und Kondensationsschutz werden gemeinsam betrachtet.

  3. Lösung vergleichen

    Sie können Aufwand und Möglichkeiten einer Erweiterung mit geeigneten Alternativen für Ihre Räume vergleichen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Für Ihr Gebäude prüfen wir die konkrete Technik und Ausgangslage.

Eigene Frage stellen →
Kann jede Wärmepumpe kühlen?

Nein. Kühlbetrieb muss für das konkrete Gerät und die gesamte Anlage vorgesehen sein. Eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe kann aktiv kühlen; passive Kühlung setzt eine dafür geeignete Quelle und Systemausführung voraus.

Wie stark wird das Haus durch Fußbodenkühlung kühler?

Dafür gibt es keinen verlässlichen pauschalen Wert. Gebäude, Sonneneintrag, Kühllast, Flächen und Raumfeuchte bestimmen die mögliche Wirkung. Die zulässigen Betriebsbedingungen der Anlage müssen eingehalten werden.

Entfeuchtet die Fußbodenkühlung die Raumluft?

Nein. Bei einer Flächenkühlung soll gerade kein unkontrolliertes Kondensat entstehen. Wenn Entfeuchtung benötigt wird, muss sie über eine dafür vorgesehene Lösung geplant werden.

Verbraucht passive Kühlung gar keinen Strom?

Doch. Der Verdichter wird für die passive Kühlung nicht betrieben, aber Pumpen und Regelung benötigen weiterhin Energie. Der Verbrauch hängt vom System und den Betriebsbedingungen ab.

Wärmepumpe · Fußbodenheizung · Heizen & Kühlen

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Kann Ihre Anlage auch kühlen?

Beschreiben Sie uns Ihr vorhandenes System und die Räume, die im Sommer zu warm werden. Wir prüfen die Ausgangslage und besprechen passende Möglichkeiten.

Recherche: 7. September 2026 · Herstellerdaten und öffentliche Fachquellen

Technische Quellen & weiterführende Informationen

Grundlagen von Herstellern und öffentlichen Fachstellen. Maßgeblich für die Umsetzung bleiben das gewählte System, seine Unterlagen und die Prüfung Ihres Gebäudes.